Rampische Straße wiedererstanden

Beliebtestes Postkartenmotiv des alten Dresden

Rampische1Ein weiteres Schmuckstück am Neumarkt ist wiedererstanden: der Kopfbau am Eingang der Rampische Straße, die zur Frauenkirche führt. Erichtet von den Spezialisten für historische Rekonstruktion USD Immobilien.

Dass der Wiederaufbau am Neumarkt weitgehend historisch erfolgt, dafür setzt sich die Gesellschaft historischer Neumarkt (GHND) von Anfang ein. Sie feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen.

Sächsische Immobilienzeitung 1/2014 Seite 1 und 3/2013 Seite 3

Richtfest 2013 Rampische Nr. 31 und 33         

Die Rampische Gasse war vor der Zerstörung 1945 die bedeutendste Barockstraße in Dresden. Fritz Löffler nannte sie in seinem Buch 'Das Alte Dresden' eines der kostbarsten Raumbilder Europas. Der Blick vom Kurländer Palais entlang der Häuserzeilen der Rampischen, Gasse nach damaliger Nennung, zur Frauenkirche gehörte zu den meistfotografierten und  gemalten Ansichten der alten Stadt. Der charakteristische, spitzwinklige Kopfbau an der nördlichen Häuserzeile vom Neumarkt her, Rampische Straße 33 mit 31, feierte Richtfest seines Wiederaufbaues.

     Wie schon die Häuser 25 und 27, errichten die USD (Unser schönes Dresden) Immobilien GmbH auch die beiden Bauten an der Spitze von Rampischer Straße und Salzgasse. Folgerichtig nennt USD in neuer Immobiliensprache ihre Bauten Hausnummer 33 und 31 „Palais am Neumarkt II“ wie die Häuser 25 und 27 „Palais I“ benannt sind. Wenn auch zusammengefasst, haben die 33 und 31 ihre eigenen, handwerklich hochwertig historisch nachgeformten Fassaden wie auch unterschiedliche Deckenhöhen innen, sind es doch die einzelnen Häuser auf ursprünglichem Grundriss. Im durchweg Neugebauten Inneren sind rund 35 Quadratmeter eines alten Gewölbekellers integriert und im Treppenhaus wichtige Details des historischen Charakters bewahrt im Sinn von Spolien. In den etwa 1000 Quadratmeter Nutzfläche erstellt USD sieben Eigentumswohnungen – im Dachgeschoß Maisonettes mit traumhaften Dächerblick von Frauenkirche bis Kurländer Palais (dem Firmensitz der USD) – und bietet 165 Quadratmeter für gewerbliche Nutzung im Erdgeschoß an.

      Das neugeschaffene hohe Mansarddach des Kopfbaues beeindruckt schon jetzt. USD nennt keine Investitionskosten doch lässt sich der Bauaufwand mit über vier Millionen Euro schätzen. Im November soll das letzte Gerüst gefallen sein. Dann präsentiert sich eines der schönsten Barockmotive den Touristenkameras wieder.

Originalgetreue historische Rekonstruktion

Zwischen die Häuser 27 und 31 schmiegt sich auf einer Kleinparzelle die Rampische Straße 29. Es ist mit 6,85 Meter Frontbreite wohl das schmalste der neu-alten Bürgerhäuser, die auf dem Dresdner Neumarkt wiederentstehen. Auch in dem von den umstehenden unterschieden, dass es über den originalen Kellergewölben, weitgehend in alter Bautradition und Handwerkstechnik mit Ziegel, Holz und Sandstein hochgebaut ist. Die GHND, Gesellschaft Historischer Neumarkt e.V., Inhaber des Baus, gibt damit ein Beispiel, wie sie einen historischen „Leitbau“ am Neumarkt sieht. Als längst gesetzter Riegel dürfte er auch verhindert haben, dass aus den Häusern Rampische 25 bis 33 ein „Palaisblock“ mit fünf unterschiedlichen Fassaden an einem Block eines Investors geworden ist - wie es gängiger Genehmigungspraxis der Stadt Dresden entspricht. (Bäu)