Hochhaus am Albertplatz

Start mit "Sternekoch-Laden" und "Bahnhof-Bistro"

Schuhbeck0Leben kehrt ein in das seit 20 Jahren leerstehende, älteste elfgeschossige Hochhaus Dresdens. Mit Sternekoch Alfons Schuhbeck hat der Investor und Betreiber des ganzen Einkaufszentrum-Komplexes an der Albertstraße, Peter Simmel, einen zugkräftigen Ankermieter gewonnen.

Auf der weiteren Fläche des Ladengeschosses, in buchstäblicher Lauflage, inszeniert die FSD GmbH Peter Tesche Systemgastronomie ein Bahnstation-simulierendes Bistro für eilige Gäste. Mal sehen wohin die Reise geht ...

veröffentlicht in Neustadt Zeitung 1/2016, Seite 11

Bistrofood trifft auf feine Gewürze - Laden und Bistro eröffnet

     Gewürze sind sein Faible und die Finesse seiner Rezepte. Dem Sternekoch und -Gastronomen, Kochshow-Star, Kochschul-Meister wie Erfolgsunternehmer Alfons Schuhbeck sind die eigenen Gewürzläden Herzstück seines Edelkoch-Imperiums, wie er sagt. Einem ersten Tee- und Gewürzladen in München 2005 folgten Filialen in Rosenheim, Hamburg, Stuttgart, Regensburg, Leipzig, Österreich und Schweiz.

      Und jetzt eben einer in Dresden. In Lauflage an der Antonstraße, hinter zwei großen Schauscheiben, präsentiert sich zum Kauf auf den Regalen ein breit gefächertes Angebot von Gewürzen - Schuhbecks typische Mischungen - abgefüllte Aromen und Tee verschiedenster Sorten und Provenienz. In Basar-Art auf Tischen in der Mitte werden die Gewürze und Tees auch offen angeboten, zum Selbsteintüten und –wiegen – des Ambiente und der Gerüche wegen auch ein sinnlicher Kaufgenuss. Rund 100 Quadratmeter der Nutzfläche des Ladengeschosses beansprucht Schuhbecks Gewürzverkauf.

      Auf weiteren 160 Quadratmetern hat Peter Tesche die @petit-Station eingerichtet. Sie serviert in einer nachempfundenen USA-Station aus und in US-waggons eiligen Gästen Bistropeisen - die "slow-food" sein sollen - aus frischen, regionalen Zutaten, vor laufenden TV-Bildern von Landschaften des  amerikanischen Kontinents.

Wie weiter im Hochhaus
      Die Etagen im Hochhaus darüber sind rohbaufertig, die Decken aus Spritzbeton noch offen und der Fußboden roher Beton. In den kommenden Wochen wird entsprechend der Vermietung der Innenausbau abgeschlossen. Von insgesamt zehn Etagen ist mit dem Erdgeschoss, der vierten, fünften und neunten Etage gut ein Viertel der gesamten Nutzfläche des Hochhauses bereits vermietet. Im zehnten Stock, direkt unter dem Dach, mit schönster Aussicht über die Neustadt, will der Investor Peter Simmel ein Schulungszentrum selbst betreiben. Die Sanierung und der Ausbau des ehemaligen Hochhauses der Dresdner Verkehrsbetriebe erforderten 7 Millionen Euro. Seitdem nach zweijähriger Bauzeit Gerüst und Planen gefallen sind, beherrscht der 37 Meter hohe, hellstrahlende Solitär, beinahe schon Wolkenkratzer, den Dresdner Albertplatz. Von oben leuchtet ein Simmel-Logo, wo früher DVB geschrieben stand. Und tief unten im Laden-Erdgeschoss holt seit November schon der Ankermieter Alfons Schuhbeck mit Gewürzdüften Kunden und Gäste ins Haus. (18.1.2016 Bäu)