Semperoper Preisträger Konzert 2018
Semperoper-Stiftung ehrt Georg Zeppenfeld und Tuuli Takala

veröffentlich Musik in Dresden, Rezensionen 31.10.2018
Neues Format läßt die Semperoper Jubeln

Der alljährlich nun zum 26. Mal vergebene, mit 15.000 Euro dotierte Semperoper-Preis ging an den „Superbass“ (Zitat Villazón) Georg Zeppenfeld für seine herausragenden Leistungen. In Musikerkreisen wird der Sänger in höchsten Tönen gelobt, seine Kollegialität mit den Attributen Ruhe, Gelassenheit und Freundlichkeit beschrieben. In seinen Dankesworten auf die Elogen der Laudatorin, Kollegin Camilla Nylund, äußerte der »Sarastro«-Sänger unprätentiös „Hätte die Natur mir nicht den Bass gegeben, wäre ich nicht Sänger geworden“. Der heute als führender Vertreter wichtiger Bass-Rollen im Wagner-Fach international geschätzte Sängerdarsteller blieb Dresden seit seiner Zeit als Ensemblemitglied von 2001 bis 2005 stets eng verbunden. Die Elbestadt sei seine künstlerische Heimat, hier habe er auch seinen festen Wohnsitz. 2003 mit dem Christel-Goltz-Preis der Stiftung Semperoper – Förderstiftung ausgezeichnet, verlieh der Freistaat Sachsen 2015 dem Publikumsliebling den Ehrentitel eines Kammersängers.
Seit ihrer Gründung 1992 durch Senator Rudi Häussler verbindet die Stiftung Semperoper einen Kreis bürgerschaftlich engagierter Freunde des Hauses. Über 50 Privatpersonen und Unternehmen setzen sich als Mitglieder im Kuratorium der Stiftung mit ideellem Engagement und finanzieller Unterstützung dafür ein, die Semperoper Dresden als ein Juwel für die Musikstadt Dresden und die deutsche Opernlandschaft zu stärken. Die Stiftung Semperoper hat dazu seit ihrer Gründung mit über 14 Millionen Euro über 100 Neuinszenierungen von Oper und Ballett gefördert. In der Spielzeit 2018/19 fördert die Stiftung die Opernpremieren »Moses und Aron« und »Les Huguenots/Die Hugenotten« sowie den Ballettabend »Carmen«.

Und noch ein Gewinner ist am Gala-Abend zu verzeichnen, der Kaufmännische Geschäftsführer der Oper Wolfgang Rothe, der sich über den Erfolg beim Publikum des der Semperoper-mit folgenden Worten freut „Wir bekamen das Haus gut gefüllt mit zahlendem Publikum, anders als bei den früher vormittäglichen Matineen der Stiftung bei denen wir viele, sehr viele Ehrenkarten ausgeben mussten um den Saal einigermaßen zu belegen. Dieses neue Format »Abendgala«, das behalten wir schon aus Kassagründen bei.“
Beim Schlussdefilee der Interpreten und Beteiligten auf der Bühne – hervorzuheben ist da auch das schwungvoll straffe Orchesterdirigat von Kristina Postka im keck taillierten Damenfrack – stellte Villazón Schlagfertig- und Schnelligkeit unter Beweis, als er quer über die Bühne preschend den für ihn gedachten Blumenstrauß mit Hofknicks an eine der Damen abgab, die vergessen worden war. Nochmals Bravo und Schlussapplaus für den wahren Star des Abends: Rolando Villazón.