Anliegen

Hiroshima heute vor 70 Jahren

Die Welt muss Kernwaffen-frei werden

Hiroshima1„… die Bombe hat gezündet, alles war ein Erfolg…“ hatte der Bomberpilot einer Superconstellation der amerikanischen Luftwaffe auf sein Bordtonband gesprochen. Ein unmenschlich zynischer Satz angesichts dessen was er beim Wegflug hinter sich sah, die zum Himmel steigende pilzförmige Feuer-, Staub, Rauchwolke. Eine einzige Bombe hatte heute vor 70 Jahren, am 6. August 1945 um 8:15 Uhr, eine dicht bevölkerte, große Industriestadt ausgelöscht, Hiroshima. Die erste militärische eingesetzte Uran-Atombombe tötete 140.000 Menschen sofort oder in mittelbarer Folge. Mit Spät- und langsam wirkenden Strahlungsfolgen wird Gesamtopferzahl heute auf 240.000 geschätzt. Drei Tage später vernichtete die erste Plutonium-Bombe der Amerikaner eine weitere Japanische Großstadt, Nagasaki.

Schreckliche Tage der Menscheit. 17.000 Kernwaffen-Sprengköpfe lagern in den Depots der 11 Nationen, die über die Kernwaffentechnologie verfügen. Die Menschheit muss sich von dieser Gefahr für ihre Existenz auf dieser Erde befreien. (6.8.2015 Bäu)

8 Jahre später 'Hiroshima-Totenstadt'

     Wichtig war es in der frühen Nachkriegszeit wahrheitsgetreue Berichte über das Ausmaß der Zerstörungen zu bekommen. Eine der ersten Publikationen über 'Hiroshima-city of death' erschienen 1953, ist mit weiteren, auch über Nagasaki, als Fotodokumentation in einer aktuellen Ausstellung in Dresden zu sehen. Fotografien von militärischer Gewalt, Zerstörung und Verwüstung prägen den Bilderkanon des 20. Und 21. Jahrhunderts. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zeigen drei Ausstellungen an drei Orten mit dem zusammenfassenden Titel
 
»Krieg, Bedrohung und Zerstörung im Medium der Fotografie«, bis 25. Oktober 2015
• Albertinum, 'Conflict, Time, Photography'
Kupferstich-Kabinett, 'Robert Capa. Kriegsfotografien 1943-1945'
Japanisches Palais, 'eine Stadt im Krieg. Venedig 1915-1918'

Wäre die Atombombe zu verhindern gewesen - »Kopenhagen« - Werner Heisenberg und Nils Bohr im Diskurs
 

      Das intelektuell anspruchsvolle Theaterstück Michael Frayns 'Kopenhagen' zog in Dresden im 65-igsten Erinnerungsjahr an den ersten Atombomben-Abwurf großes Publikum an

Persönliches

     Der gerade erst 10 Jahre junge Peter Bäumler wurde an jenem 6. August 1945 von seinem Großonkel , dem Bauern Johann Bäumler, an den krächzenden Volksempfänger geholt mit ihm die Nachrichten zu hören "Du, die Amerikaner, die haben über Japan eine Bombe abgeworfen, welche um Vieles schrecklicher ist als alle V-Waffen zusammen, mit denen der Hilter den Krieg wenden wollte ..." Das Thema Atom ließ den Technikorientierten nicht mehr los, als 14-jähriger las er bereits in 'Einführung in die Atomphysik' von W. Finkelnburg. Seine Berufswahl war fixiert: Physik.