Schöner Wohnen im Scheunenhofviertel


WUM im südlichen Hecht

Die Einwohnerschaft hat sich in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt, auf jetzt wieder über 3800, im südlichen Hecht, dem Gebiet zwischen Bahnbogen Neustädter Bahnhof – Fritz-Reuter- Hansastraße, früher auch „Scheunenhofviertel“ in der Leipziger Vorstadt genannt. Bisher krass vernachlässigt – die letzten Großruinen wurden jüngst erst geräumt - auf keine Weise gefördert, wendet sich dem Gebiet die Stadtplanung jetzt zu. Es soll dort WUM-en, wie das Planerkürzel für Maßnahmen eines Stadtteilentwicklungsprojektes zur Wohnumfeld-Verbesserung heißt. Etwa eine gute Million Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) können dafür bis 2013 ausgegeben werden zur Aufwertung des Gebiets.

Die Stadt bemüht sich im Vorfeld der Konzepterstellung und Konkretisierung der Maßnahmen die Bürger des Viertels einzubeziehen. In Bürgerversammlungen (Die Neustadt berichtete) und Workshops ist das seither geschehen mit dem Erfolg zahlreicher Teilnahme und engagierter Beteiligung der betroffenen Hechtler. Organsiert vom Entwicklungsforum Dresden, planerisch begleitet vom Büro U.M.A. Dresden/Berlin wurden aus vielen Anregungen und Wünschen drei räumliche Schwerpunkte herausgearbeitet.

Schon bald in 2011 soll die gefährliche Querung am Bischofsplatz mit einer Fußgänger-Ampel erleichtert werden. Dem Wrackplatz zwischen Friedhofsmauer und Fritz-Reuter-Straße steht die Rückverwandlung in eine Grünfläche im Schatten der alten Eichen mit Stadtplatzcharakter bevor, wie es schon früher einmal war.
Heftig diskutiert und Gegenstand notwendig weiterer planerischer Abwägung sind Parkraumgestaltung und Straßenraumbegrünungen im Umfeld der Fritz-Reuter-Straße. Wobei deren bereits erfolgter Ausbau – wie auch der Lößnitzstraße – nicht Maßnahmen des Projektes WUM-Hecht, sondern gefördert aus Konjunkturprogrammen des Bundes sind.

Ein besonderer Glanzpunkt für das Viertel kann im Umfeld der Ecke Rudolf- und Ottostraße entstehen. Unter der urwaldig bewachsenen Brache schlummert eine teilaufgefüllte Bunkeranlage. Ein Geheimnis, zu dessen Lüftung jeder der Kenntnisse darüber hat, gebeten wird dies gegenüber den angegebenen Adressen zu tun. Denn wenn die Stadt das Grundstück erwerben kann, wird dort ein Mini-Stadtteilpark entstehen, mit Spielplatz, Verweilqualität und Verkehrsberuhigung rundum. Dessen Name jedenfalls ist schon gefunden, Otto-Terrasse. Die konkretisierten Planungen der Teilprojekte wie Weiteres zur Wohnumfeld-Verbesserung im südlichen Hecht werden in nächsten Bürgerversammlungen vorgestellt.

Büro U.M.A. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und STESAD Herr Kluge 0351-49 47 30