Geo-Referenzpunkte für Dresden

Navi-Überprüfung am Vermessungsamt und im Zwinger

Geofix11Auch Dresden hat nun Geo-Referenzpunkte zum überprüfen mobiler Navigationssysteme. Nach einem ersten am Vermessungsamt wurde von GeoSN ein solcher auch im Dresdner Zwinger installiert. Weitere dieser Geo-Fixpunkte haben inzwischen das Städtische Vermessungsamt am Postplatz und die Hochschule für Technik und Wirtschaft an ihrem Standort eingrichtet.

Ein erster solcher öffentlicher geodätischer Referenzpunkte wurde 2013 im benachbarten Bundesland Bayern errichtet.

Veröffentlicht Sächsische Immobilienzeitung 5/2014, Seite 3

Referenzpunkte der Landesvermessung

      Wer mit dem Navi im Auto fährt oder sich mit einem mobilen Navigationsgerät wie seinem Smartphone in Stadt und Gelände bewegt, der braucht keine Genauigkeit der Ortung unterhalb von Metern. Doch dem, der sich der neuen Sportart des Geocaching hingibt – weltweit sind es bereits Millionen – ist es hilfreich die Koordinatenabweichung seines GPS-Empfängers zu kennen um sie bei der „digitalen Schatzsuche“ berücksichtigen zu können. So auch beim Wandern mit Navis und anderen Aktivitäten in der Natur mit speziellen Outdoor-GPS-Geräten.

Der Staatsbetrieb Geobasis und Vermessung Sachsen (GeoSN) hat am Olbrichtplatz auf einer schlichten Sandsteinsäule einen geodätischen Referenzpunkt mit Dezimetergenauigkeit eingemessen. Eingraviert auf einer Tafel sind für diesen Punkt Dresdens, seine Lage-Koordinate von 51.077387 Grad nördlicher Breite und 13.759658 Grad östlicher Länge sowie die Höhe über Meer (NN) 137,5 Meter fixiert. Öffentlich zugänglich lässt sich dort aus der Abweichung der gemessenen zu den Fix-Koordinaten die Genauigkeit eigener Geräte bestimmen. Doch angenähert nur bis etwa in den Halbmeterbereich, da die GPS-Ortung vom Stand der Satelliten, Wetter und den Umgebungsbedingugen abhängig ist.

In der Nähe, doch eher versteckt als „Vermarkungs“-Nagel in einer Bodenplatte eingelassen, befindet sich auch ein amtlicher 'Geodätischer Festpunkt'. Für fachliche Zwecke können dort Vermessungs- und Architekturbüros, Baufirmen ihre Geräte justieren mit einer Genauigkeit im Bereich +/- Zentimeter.

Ein weiterer Geo-Fixpunkt befindet sich in Dresdens Innenstadt an einem historischen geödätischen Stein auf der Langgalerie des Zwingers, in der Nähe des Mathematisch-Physikalischen Salons. Neben den im Jahr 1864, im Rahmen der ersten Europäischen Gradmessung bestimmten Koordinaten, sind auf einer Platte dort auch die heute gültigen amtlichen Koordinaten veröffentlicht.

Landesvermessung Sachsen
      GeoSN hat als obere Vermessungsbehörde des Freistaates Sachsen als Aufgabe unter anderem das topographische Landeskartenwerk (Maßstäbe 1:10 000, 1:25 000, 1:50 000 und 1:100 000), den geodätischen Raumbezug, den Luftbildservice und die Herausgabe von Sonder- und thematischen, beispielsweise Wander-Karten. GeoSN führt das Liegenschaftskataster des Freistaates und übt die Fachaufsicht über das amtliche Vermessungswesen aus. Darüber hinaus betreibt GeoSN das Geoportal Sachsen und hat im Rahmen der Sächsischen Geodateninfrastruktur (GDI) Aufgaben der Erfassung und Bereitstellung allgemeiner Geoinformationen. Diese umfassen Daten über Struktur, Beschaffenheit und Entwicklung der Erdoberfläche sowohl natürlichen wie gesellschaftlichen Gehaltes. Die Leistungen in digital-funktional einbindbaren Formaten werden von nachgeschalteten Behörden, Kreisen, Kommunen wie auch von Institutionen und in Sachsen tätigen Unternehmen in Anspruch genommen.

Für all dies bewegen die Rechner des Amtes ein Datenvolumen um die 1.000 Terrabyte. Zur Sicherheit läuft die Datenverarbeitung parallel auf einer Hauptserver- und einer, auch räumlich getrennten, Spiegelserver-Batterie. Zusätzlich sind Basisdaten an anderem Ort außer Haus auf Magnetband-Massenspeicher ausgelagert.



Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen, Olbrichtplatz 3, 01099 Dresden

www.landesvermessung.Sachsen.de