Bernhard Maaz verabschiedet

Leitung Galerie Alte Meister und Kupferstichkabinett in Dresden wieder vakant

Hypo10Bei der Eröffnung der Ausstellung "Hieronymus Boschs Erbe" des Kupferstich-Kabinetts am 18. März 2015 hatte er seinen letzten Auftritt in Dresden. Bernhard Maaz, seit dem 1. Januar 2010 Direktor der Galerie Alte Meister und des Kupferstich-Kabinetts der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden geht nach München. Vom Bayrischen Ministerrat zum Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen bestellt, tritt Dr. Bernhard Maaz ab 1. April 2015 in die Nachfolge des national wie international hochangesehenen Professor Dr. Klaus Schrenk.

Ranggleich im Dreiklang der staatlichen Museen Berlin, Dresden, München

      Mit den Staatsgemäldesammlungen hat Maaz in München nicht nur das Museumsquartier mit Alter und Neuer Pinakothek, Pinakothek der Moderne und Museum Brandhorst in Obhut sowie die Sammlung Schack in der bayrischen Kunst-Metropole, sondern darüber hinaus 13 Zweigmuseen verteilt über ganz Bayern.

      Mit diesem riesen Portefeuille an Häusern übernimmt Maaz eine große Aufgabe. Der Nachfolger von Klaus Schrenk hat eine Menge unter seinen Hut zu bringen, wie auch unter den Bauhelm. Den Bauerfahrenen - in Berlin Leitung der Generalsanierung des Altbaus der Nationalgalerie, in Dresden grundlegende Sanierung des Semperbaus bis zur Halbzeit der Arbeiten - erwarten in München wiederum Baustellen, laufende und anstehende:  Neben der Sanierung der Alten Pinakothek muss auch die Neue Pinakothek für viel Geld renoviert werden und auch in der jungen Pinakothek der Moderne (Architekt Stephan Braunfels) stehen weitere Instandsetzungen an. Die "mentale" Baustelle, sich auf die spezifischen Mentalitäten der südlich-bairischen Region einzulassen, bei bekannter "Dickschädeligkeit" dort sich durchzusetzen, wird der 1961 in Jena Geborene, der in Leipzig studierte und zum Kunsthistoriker promovierte, mit der Bravur bewältigen, mit welcher er auf seinen Stationen Berlin und von dort nach Dresden kommend, jeweils nach kurzer Einarbeitung bestens angekommen und angenommen worden ist.

     Der Autor dankt Dr. Bernhard Maaz, dass er ihm bei Begegnungen und der Fragerei, wie sie der Journalistenprofession eigen ist, immer warmherzig zugewandt, konzentriert und stets schriftreif formulierend, begegnete.

Mit Klick auf diesen Link wird erinnert an ein erstes Interview für Dresden, das Maaz noch vor seinem Antritt im Januar 2010 geben hatte
und
an die Ausstellung »REMBRANDT-TIZIAN-BELOTTO« die Bernhard Maaz als Dresdener Gastspiel 2014 in die Münchner Hypo-Kunsthalle brachte

Peter Bäumler 1. April 2015